Fr
19
Apr
2013
Lange hat's gewährt - ob's schließlich endlich gut wird, sei dahin gestellt bzw. dem Leser überlassen: Nach einer Vorbereitungsphase von schlappen drei Jahren erscheint in diesen Tagen das von mir mit zwei Kollegen gemeinsam herausgegebene "Jahrbuch Politische Theologie". Genauer gesagt: der Band 6/7 - ein Doppelband aufgrund des Umfangs - mit dem Titel "Extra ecclesiam... Zur Institution und Kritik von Kirche". Gegenstand des Bandes, der im Münsteraner LIT-Verlag erscheint (Ankündigung siehe: www.lit-verlag.at/isbn/3-643-50431-9) ist das Kirchenverständnis speziell der von Johann Baptist Metz begründeten "Neuen Politischen Theologie". Meine beiden Mitherausgeber sind die Theologen Peter Zeillinger (Wien) und Michael Hölzl (Manchester).
Di
26
Feb
2013
Das Canisiuswerk gehört mit seinen inzwischen 95 Jahren zu den traditionsreichsten kirchlichen Einrichtungen in Österreich. Doch Tradition schützt vor Wandel nicht. So hat sich das Canisiuswerk als Zentrum für geistliche Berufe vor über einem Jahr auf einen Leitbildprozess eingelassen, der zu einer Neuausrichtung und Öffnung geführt hat. Im Zuge dieses Neustarts wurde auch ein Relaunch des seit 1922 erscheinenden Zentralorgans, der Zeitschrift "miteinander", beschlossen.
Im November 2012 wurde ich zum Chefredakteur bestellt; Bürde und Würde zugleich angesichts so schillernder Vorgänger wie etwa Willi Müller oder zuletzt Franz Schrittwieser. Noch im Herbst 2012 haben wir mit der Redaktion ein neues Konzept und Design erarbeitet. Mein Ziel ist eine journalistische Straffung und klare Strukturierung der Zeitschrift zugunsten seiner Les- und Rezipierbarkeit - auch für andere Medien. Denn es gilt, den eigentlichen "Schatz" des Blattes - seine vielen ehrenamtlichen Schreiber - vielen Lesern bekannt zu machen.
Di
08
Jan
2013
Seit 1. Januar liegt es vor: das erste, von mir verantwortete "miteinander". Ein bisschen stolz bin ich schon. Denn wenn das Grunddesign auch - noch - das alte ist, so hat sich inhaltich doch einiges getan: Stück für Stück haben wir in Redaktionssitzungen in den vergangenen Monaten ein neues Konzept für die Zeitschrift erarbeitet und nun erstmals umgesetzt. Schwerpunktthemen werden das Heft bestimmen, bestehend aus journalistischen Standards wie Interview, Portrait, Reportage, Kommentar. Das neue Design wird weitaus "luftiger", die Logos "bereinigt" und der Grundduktus der Zeitschrift dadurch ein anderer. Im März wird dieses "miteinander-NEU" erstmals erscheinen. Ich bin gespannt, wie die Reaktionen ausfallen werden...
Hier jedenfalls schonmal die aktuelle Ausgabe zum Download und zum "hineinschnuppern":
Mi
19
Dez
2012
Cornel West gehört zu den schillerndsten "öffentlichen Intellektuellen" und Kulturkritiker der USA. Er ist ein charismatischer Redner und Berater bis in höchste politische Kreise hinein, Harvard und Princeton streiten sich um ihn; er produziert mit Jugendlichen Hip-Hop-CDs und spielte zweimal im Blockbuster "Matrix" mit. Mit seiner Mischung aus zivilgesellschaftlichem Aktionismus, philosophisch-theologischer Kompetenz und persönlichem Charisma begeistert und spaltet er gleichermaßen. (Audio-Rezension "Deutschlandfunk")
Mo
17
Dez
2012
Ein gerade einmal 20-Jähriger tötet in einer Schule der US-Kleinstadt Newtown 27 Menschen, darunter zahlreiche Kinder. Wie kann das passieren? Wer oder viielmehr "Was" ist der Täter? Ein Motiv muss her - für die Medien zumindest. Denn es scheint nicht auszuhalten, dass es vielleicht keine Antwort auf das "Warum" gibt. Oder eine Antwort, die man nicht gerne hören will.
So
25
Nov
2012
Vor 30 Jahren entstand das letzte Studioalbum eines Urgesteins der Popgeschichte in seiner altbewährten Formation: das Album "... famous last words" von Supertramp. Danach fiel die Band auseinander, ihre Köpfe - Roger Hodgson und Rick Davis - gingen fortan eigene musikalische Wege. Doch auch vierzig Jahre nach ihrer Gründung und zehn Jahre nach ihrem bislang letzten Album zieht die unzeitgemäße britische Band noch in ihren Bann – Eine Retrospektive
Mi
21
Nov
2012
"Es ist vollbracht": Gern mag man sich einen solchen Seufzer von Papst Benedikt XVI. nach dem Abschluss der Arbeiten am dritten und letzten Band seiner Jesus-Trilogie vorstellen. Denn wenn nun dieser letzte Band zur Kindheit Jesu im Handel ist, liegt ein wahrer Kraftakt hinter dem Papst, der seine letzten Jahre so gerne "nur" der Wissenschaft gewidmet hätte. Fünf Jahre sind vergangen seit der Präsentation des ersten Jesus-Buches; fünf Jahre nicht nur voller wissenschaftlicher Lektüre, sondern voller Reisen, Audienzen, Predigten, kurz: Es erstaunt, dass der eng gesteckte Terminplan auch noch Platz für wissenschaftliches Arbeiten und durchaus "angriffige" theologische Theoriebildung lässt.
Sa
10
Nov
2012
Es geht munter weiter... Überraschend haben sich beruflich Türen zu neuen Tätigkeiten und damit Herausforderungen geöffnet: so habe ich in der Katholischen Presseagentur "Kathpress" - meinem Hauptdienstgeber - nach dem Ausscheiden unseres Geschäftsführers die Agenden Leitung Projektentwicklung und IT übernommen. Außerdem bin ich seit November - mit "kardinalem" Brief und Siegel - Chefredakteur der Zeitschrift "miteinander" des Canisiuswerkes.
Di
09
Okt
2012
50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist seine Intention umstrittener denn je. Zwischen Konservativen und Reformern herrscht heute ein Kampf um die Interpretationshoheit. Im Gespräch mit dem Tübinger Dogmatiker Bernd-Jochen Hilberath geht es um die konservativen Piusbrüder, die Deutungsmöglichkeiten des Konzils und die Verbindlichkeit des Konzils: Ein "Deutschlandfunk"-Gespräch mit dem Tübinger Theologen Bernd-Jochen Hilberath, gesendet am 8. Oktober 2012. Hier zum Download.
Sa
22
Sep
2012
In Moskau werden Musikerinnen wegen eines Skandalauftritts in der Kirche zu Lagerhaft verurteilt, in Italien wird gegen Ulrich Seidls neuen Film der Blaspemie-Vorwurf erhoben – Stehen wir an der Schwelle eines neuen Kulturkampfes zwischen Religion und Kunst? Nein, der Vorwurf demonstriert eher die enorme Unsicherheit im Medien- und Kulturbetrieb, mit dem Numinosen umzugehen...
Do
13
Sep
2012
In Berlin referierte Kardinal Schönborn über das Christentum in Europa unter dem Titel "Fremdkörper oder Wurzel?" und zeigte dabei den anhaltenden Prozess der Marginalisierung des Christentums anhand konkreter politischer und sozialer Fragen auf (Lebensschutz etc.). In dieser Situation ortete er jedoch unter Verweis auf Jürgen Habermas und - zuletzt - Martin Walser eine bleibende "Sehnsucht" nach einem "authentischen, gelebten Christentum". Vom Fremdkörper zur Wurzel, könnte man also sagen. (Wortlaut der Rede)
Fr
31
Aug
2012
Bleiben oder Gehen? Diese Frage haben sich in den vergangenen zwei Jahren wohl Hunderttausende Katholiken angesichts des Missbrauchsskandals in der Kirche gestellt. Mehr als 180.000 entschieden sich allein 2010, dem Jahr, in dem die Krise ausbrach, fürs Gehen. Im vergangenen Jahr belief sich die Zahl der Austritte in Deutschland mit rund 130.000 noch immer auf Höchstniveau. Blutet die Kirche langsam aus? ...
Mi
29
Aug
2012
Religionssoziologen wie Hans Joas werden nach dem Ende der klassischen Säkularisierungstheorie zu gefragten Stichwortgebern für die Zukunft des Christentums in Europa. Sein Plädoyer: Kirchlichen Dünkel ablegen, Glaube als „Option“ begreifen und religiösen Pluralismus akzeptieren...
Außerdem dazu passend: Ein Gespräch mit dem Religionssoziologen Jose Casanova, gesendet am 29. August 2012 im Deutschlandfunk, hier zum Nachhören...
Fr
27
Jul
2012
Seit rund einem Monat wird nun bereits intensiv über die Zulässigkeit der Beschneidung von Jungen im Judentum und Islam diskutiert. In Deutschland, aber auch in Österreich. Die Argumente sind weitgehend ausgetauscht, der Deutsche Bundestag wird im Herbst einen Gesetzesentwurf vorlegen, der die Straffreiheit sicherstellen soll, und in Österreich können sich Religionsvertreter auf die Zusage der Politik berufen, nicht an der bestehenden Straffreiheit rütteln zu wollen. Alles in Butter also? Nicht ganz, es bleibt ein schaler Beigeschmack, ein Unbehagen - nicht im Blick auf die rechtliche Debatte, sondern im Blick auf das Traditionsverständnis...
Di
17
Jul
2012
Serbien ist nicht nur wichtigster österreichischer Handelspartner am Balkan und hoffnungsvoller EU-Beitrittskandidat, sondern auch Hort einer tief verwurzelten orthodoxen Religiosität. Unter gesellschaftlichen Modernisierungsdruck blühen zugleich Religion und Tradition als Orte der Wertbeständigkeit, Klöster und theologische Fakultäten freuen sich über zahlreichen Nachwuchs - Eine Reise durch die Vojvodina, das serbische „Klösterreich“.
Sa
30
Jun
2012
Was für eine Woche! Vom 18. bis 22. Juni durfte ich wieder am Mikrofon von "Tag für Tag", einer Sendung im "Deutschlandfunk" zu Themen aus Religion und Gesellschaft, Platz nehmen. Als Moderator, aber auch als "Beiträger" u.a. mit einem Stück über ein Gespräch mit dem Tübinger Theologen Bernd Jochen Hilberath zur nahenden (besser: drohenden) Aussöhnung mit den Piusbrüdern. Eine lehrreiche und interessante Woche - die ihren Höhepunkt zweifellos in einem medialen "Ritterschlag" in der FAZ fand: so hatte der stellvertretende Feuilleton-Leiter Hannes Hintermeier offenbar schon länger einen "deutschen Servicefrust", d.h. einen Frust, dass in Deutschland, der "Gesellschaft der Eigensüchtigen" alles nurmehr "für Sie" geschieht. Und da kam ich ihm mit meiner Moderation offenbar gerade recht, wie die folgende FAZ-Kolummne zeigt:
Sa
30
Jun
2012
Kräftig wird derzeit spekuliert, ob der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller das dritthöchste Amt im Vatikan - den Posten als Chef der Glaubenskongregation - in Kürze übernehmen könnte. Zuletzt ist die "Süddeutsche" am 30. Juni mit Spekulationen vorgeprescht. Dort heißt es: "Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wird Papst Benedikt XVI. noch vor seiner Abreise in die Sommerresidenz Castelgandolfo am Dienstag Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation in Rom ernennen, zum Hüter der katholischen Lehre." Ob der Papst die SZ liest und sich daran hält...? Man darf gespannt sein. Wer sich schon einmal einen Eindruck von der theologischen Schärfe und der zu erwartenden "Schlagkraft" Müllers an der Spitze der Glaubenskongregation machen möchte, der soll in die letzte Ausgabe der "Stimmen der Zeit" schauen. Dort hat Müller mit überraschender Härte in die Debatte um das Frauenpriestertum eingegriffen. Im Folgenden eine Zusammenfassung des aufschlussreichen Textes:
Di
12
Jun
2012
Wie viele Divisionen hat der Papst?" Mit diesen spöttischen Worten lehnte Josef Stalin angeblich die Beteiligung des Vatikans an den Friedensverhandlungen nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Sie brachten dabei jedoch eine bis heute gültige Tatsache auf den Punkt: In rein weltlichen Kategorien bemessen besitzen Papst und Kirche keine Macht. Damit könnte dieser Text über die Macht in der Kirche bereits enden, wären da nicht jene, von Verschwörungstheorien eng durchwobenen Vorgänge in der letzten Woche, die sich selbst ein Autor wie Dan Brown nicht bunter und dramatischer hätte ausdenken können...
Mo
11
Jun
2012
Was verbindet so unterschiedliche Ereignisse wie den "Arabischen Frühling", den Fall des "Eisernen Vorhangs" 1989 und die Enthüllungen von Guantanamo? Sie alle haben ihren Kulminationspunkt in den Menschenrechten. Die einen pochen darauf und tragen die Menschenrechte als Fackel ihrer Hoffnung auf politische Veränderung vor sich her, die anderen treten sie mit den Füßen, indem sie Gefangene außerhalb ihres eigenen Landes foltern. Dass das Thema Menschenrechte und Menschenwürde nicht nur in der Politik ein "Dauerbrenner" ist, sondern auch in Philosophie, Theologie und Kulturwissenschaften, zeigt bereits ein kurzer Blick auf die Liste der Neuerscheinungen. Darunter fällt eine "Perle" ganz besonders ins Auge: Der Versuch des Soziologen Hans Joas, die Geschichte der Menschenrechte als Geschichte der "Sakralisierung der Person" zu erzählen...
Mi
23
Mai
2012
Dem Monotheismus wohnt ein Gewaltpotenzial inne, da er die eigene Überzeugung total setzt und den Glauben des anderen nicht als gleichrangig anerkennt: Diese These des Ägyptologen Jan Assmann versetzt seit rund zehn Jahren die Theologie in Aufruhr. Sollte tatsächlich Gewalt der Preis des Monotheismus sein? Zahlreiche Wortmeldungen aus der Theologie haben seither versucht, die These zu widerlegen oder zur relativieren. Auf der anderen Seite irritierte der von Assmann angeschlagene normative Ton: Plädierte der Heidelberger Wissenschaftler tatsächlich für eine Rückkehr in den polytheistischen, von unzähligen Göttern bewohnten Kosmos? - Bei einer Podiumsdiskussion in Wien hat Assmann nun neue Töne angeschlagen und sogar eine Art Kehrtwende vollzogen.
Mi
02
Mai
2012
Lang ist der Weg, dunkel und steil. Wer alle 14 Kreuzwegstationen auf dem Waldweg abgehen und gar beten will, braucht einen guten Atem. Belohnt wird er mit einem prächtigen Blick von der auf einer Anhöhe thronenden Trappistenabtei Mariawald. Ihr Ort: die Eifel im äußersten Westen Deutschlands. Hierher verirrt man sich nicht, hierher kommt man bewusst. Weil man das strenge, von harter körperlicher und geistlicher Arbeit und vom Rhythmus der Liturgie gepulste Leben gezielt sucht. So wie einer der wohl bekanntesten katholischen Intellektuellen und Philosophen der Gegenwart: Robert Spaemann - Ein Portrait aus Anlass seines 85. Geburtstages am 5. Mai.
Mo
16
Apr
2012
"Außer der Kirche gibt es nichts weit und breit - kein Wirtshaus und kein Geschäft, nur sanfte Hügel und Felder". Ist es eine Regionalposse oder doch eine kirchliche Staatsaffäre, die mehrere österreichische Medien jüngst gar zu einem Lokalaugenschein im beschaulichen Weinviertler Ort Stützenhofen veranlasste? Zumindest verbirgt sich hinter dem Namen eine Causa, die die heimische Medienlandschaft aufs Höchste erregt...
Mo
19
Mär
2012
"Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, dann glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. Das ist die Chance der Propheten - und sie kommen in Scharen" - Es sind solche Zitate, die den englischen Gelehrten, Autor, Journalisten - und "Fidei defensor" (Verteidiger des Glaubens) - Gilbert Keith Chesterton berühmt gemacht haben. Doch auch über den bloßen Lesegenuss hinaus lohnt ein Blick in die Werke des 1936 verstorbenen Autors. Vor allem sein Buch "Orthodoxie" erfüllt für konservative Geister alles, was ein "Klassiker" braucht, gibt es doch den Blick frei in die Rüstkammer katholischer Apologetik von M. Mosebach bis M. Matussek.. - jetzt auch als Radiobeitrag im Deutschlandfunk!
Do
08
Mär
2012
Wie sieht für Sie ein "good day" aus, ein guter Tag? Er verläuft vermutlich harmonisch, ruhig, ist in warme, üppige Farben und sanfte Klänge getaucht. Viel Lächeln gehört zweifellos dazu – und eine große Portion Dankbarkeit. Das sind die Träume, die Kitsch erzeugen können – oder Spiritualität. Von letzterem ist David Steindl-Rast, Benediktinermönch und einer der bekanntesten spirituellen Lehrer der Gegenwart, überzeugt...
Im aktuellen "Liborius-Magazin" (6/2012) habe ich den austro-amerikanischen "Star-Mönch" portraitiert - hier zum Nachlesen und Herunterladen...
Mi
07
Mär
2012
Während sich die Debatte um das Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion in letzter Zeit im deutschsprachigen Raum beruhigt hat, hat sie in Großbritannien einen neuen, viel beachteten Höhepunkt gefunden: So kreuzten jüngst an der Universität Oxford der Advokat eines radikalen, agnostischen Naturalismus, Richard Dawkins, und der anglikanische Primas und Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, die Schwerter.
Mo
20
Feb
2012
Meine bisherige Tätigkeit für den Deutschlandfunk (siehe "Arbeitsproben Hörfunk") ist um eine interessante Facette bereichert worden: die Moderation. vom 13. bis 17. Februar hatte ich offiziell meine erste Moderationswoche der Sendung "Tag für Tag". Tatsächlich saß ich - nach zahlreichen "Trockenübungen" dann am Freitag, 17. Februar, erstmals "live" am Mikrofon, um durch die 25 Minuten von "Tag für Tag" zu führen. Ein kleiner Versprecher, ansonsten ging es - trotz heftiger Erkältung und Heiserkeit - ganz gut. Eine interessante neue Erfahrung, eine ganz andere Art des Schreibens (da für's Sprechen...) und vielleicht eine neue/weitere berufliche Perspektive!? Wir werden sehen: im Mai folgt die nächste Moderationswoche...
So
29
Jan
2012
Wie ist es um die katholische Kirche in Europa bestellt? Auf diese nicht ganz einfache und seriös kaum zu beantwortende Frage sollte ich für die Januar-Ausgabe des "Liborius-Magazins" (www.liborius.de) dennoch genau das finden: eine Antwort - und das ganze am besten auch noch eingewoben in eine lockere Reportage, ausgehend von Wien. Das Ergebnis dieser "journalistischen Überforderung" ist letzte Woche erschienen - und hier nun zu finden...
Do
12
Jan
2012
An der Universität Wien findet in diesen Tagen ein Kongress aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) statt. Viel Prominenz gibt sich dort ein Stelldichein - von Peter Hünermann über Thomas Söding, Eberhard Schockenhoff, Helmut Hoping bis hin zu zahlreichen Wiener Theologen. Titel und Intention zugleich: "Erinnerung an die Zukunft". Die Fahrtrichtung lautet also: Zukunftfsfähigkeit der Kirche hängt an ihrer Fähigkeit, die Weichenstellungen des Konzils neu zu lesen, zu verheutigen, kurz: Zukunft ergibt sich aus einer Relecture des Konzils.
Mi
14
Dez
2011
Spätestens mit dem Buch "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins schwappte die Debatte über eine Neubestimmung des Verhältnisses von Natur und Subjekt im Kielwasser der Evolutionsbiologie von den USA auch nach Europa. Wo steht der Mensch im rauen Seegang "Zwischen Naturalismus und Religion"? lautet die Frage in Anlehnung an einen Buchtitel von Jürgen Habermas. Und noch konkreter gefasst: ist der "neue Atheismus" in Folge der jüngsten evolutionsbiologischen Erkenntnisse tatsächlich so neu bzw. greift er überhaupt?
So
11
Dez
2011
Vor einiger Zeit bin ich mit einem Freund von Wien nach Mariazell gepilgert. Uns verbindet neben vielen Erinnerungen auch eine langjährige Pilgerfreundschaft, haben wir uns doch oft zu Fuß auf den Weg aus unserer niederrheinischen Heimat nach Trier gemacht. Für den Michaelskalender der Steyler Missionare (deren Mutterhaus im nur wenige Kilometer von meiner Heimat entfernten Steyl steht) habe ich die folgende Reportage verfasst.