Blog & Aktuelle Projekte

Di

29

Jul

2014

Erinnerung als ethischer Maßstab

Foto: Facebook
Foto: Facebook

Die orthodoxe Kirche spielt in Rumänien bei der Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit eine wichtige Rolle. Auch der Leiter des Instituts für die Erforschung der kommunistischen Gewaltverbrechen, Radu Preda, ist ein Theologe. Im Interview berichtet er über das heutige Staat-Kirche-Verhältnis, aber auch über die Probleme etwa im ökumenischen Dialog. Hier nachzulesen und nachzuhören:

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Fr

13

Jun

2014

"Religion ist ein wichtiger Teil in meinem Leben"

Im Rahmen der "Langen Nacht der Kirchen" sprach der Weltmusiker Hubert von Goisern in einer Pfarre südlich von Wien mit dem Publizisten Heinz Nußbaumer über sein Leben und seine Musik. Im Vorfeld traf ich den Musiker zu einem Interview "über Gott und die Welt". Darin gab er Einblicke in seine persönliche Spiritualität, seine katholische Erziehung und sein gespaltenes Verhältnis zur Kirche. Erschienen ist das Interview im "Kathpress-Info-Dienst" - hier nachzulesen und nachzuhören:

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Do

22

Mai

2014

Relevanz, bitte!

flickr.com / JD Hancock
flickr.com / JD Hancock

Religion im Kino. Da denken viele vermutlich an kleine Programmkinos und Nischenfilme, aber nicht an die großen Blockbuster. Tatsächlich aber strotzen gerade die millionenschwere Streifen oft vor religiöser Semantik. So etwa die Filmreihen Star Wars oder Matrix, die Millionen Menschen in die Kinos lockten. Kathedralenartige Bauten und priesterliche Gewänder beherrschen die Szenerie, messianische Helden und biblische Zitate bestimmen die Handlung.

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Di

15

Apr

2014

Cornel West - Stimme der Gescheiterten

Foto: Henning Klingen
Foto: Henning Klingen

Wer Cornel West begegnet, kann sich dem Charisma des US-amerikanischen Philosophen, Predigers und schillernden öffentlichen Intellektuellen nur schwer entziehen. Seine Sprache ist direkt und schnörkellos, sein breites Lachen ansteckend. Wenn West jedoch beginnt, aus dem Stand europäische Philosophen und Literaten zu zitieren und dies zu einer scharfsinnigen, tiefschwarzen Gesellschaftsdiagnose zu verweben, wird einem klar: Hier hat man die glückliche Mischung aus philosophischer Brillanz und öffentlichkeitswirksamer Inszenierung vor sich. Ein Ansatz, der bei West durchaus programmatisch ist. Denn philosophische Erkenntnis ist für ihn kein Produkt eines universitären Elfenbeinturms, sondern Ertrag öffentlicher Debatte und vor allem sensiblen Zuhörens auf die Menschen am Rand der Gesellschaft.

 

Mein Gespräch mit Cornel West kann hier nachgehört und hier auf der Seite des "Deutschlandfunks" nachgelesen werden.

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Di

15

Apr

2014

"Kirche und Theologie den Tisch decken..."

Papst Franziskus stellt aus Sicht der Kirchengeschichtsforschung einen "Unsicherheitsfaktor" dar; die "Doppel-Heiligsprechung" von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. ist "katholisch", weil so zwei sehr unterschiedliche Ausprägungen des Petrusamtes gleichermaßen gewürdigt werden - Zwei große Themengebiete und prononcierte Aussagen des bekannten Münsteraner Kirchenhistorikers Hubert Wolf. Das Interview mit ihm können Sie im Folgenden im Wortlaut nachlesen.

 

 

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Di

15

Apr

2014

Die Hoffnung zulassen

flickr.com / mkorsakov
flickr.com / mkorsakov

Für meine Tochter ist Ostern so einfach und wunderbar wie Weihnachten. Natürlich in erster Linie wegen des Eiersuchens und der Süßigkeiten. Aber nicht nur. Seit einiger Zeit will sie es nämlich genau wissen. Sie ist vier Jahre alt, und religiöse Dinge stehen gerade hoch im Kurs. Als Frage, aber genauso als selbstverständlicher Hintergrund des Alltags. Heiligenlegenden faszinieren sie. Nicht selten heißt es auf dem knapp fünfminütigen Weg zum Kindergarten: "Papa, erzähl mir die Geschichte von der Kreuzigung bis zur Auferstehung."

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Do

23

Jan

2014

Der Souverän meldet sich zurück

Foto: flickr.com/ emilydickinsonridesabmx

Politikverdrossenheit war gestern: unter der medial aufpolierten Oberfläche professioneller Politik haben soziale Initiativen eine neue Leidenschaft für die Politik entdeckt. Der Clou: Unter dem Betriff "Social Entrepeneurship" gehen wirtschaftliche und soziale Interessen einher. Grundiert bleibt dieses neue-alte Modell von Politik durch eine basale menschliche Eigenschaft: Die Fähigkeit zur Mitleidenschaft. Eine Rezension des neuen Buches von Jürgen Manemann, "Wie wir gut zusammen leben. 11 Thesen für eine Rückkehr zur Politik."

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Fr

20

Dez

2013

Mut - ein Imperativ!

Foto: flickr.com / kooyami
Foto: flickr.com / kooyami

Es gehört zweifellos zu den Höhepunkten für einen Journalisten, wenn man exklusive Geschichten oder Interviews auftut. Mir fiel dieses Glück bereits zu Beginn meiner Ausbildung als Jungjournalist bei der Katholischen Medienakademie 2005 in den Schoß. Damals recherchierte ich zur 1940 von Kardinal Theodor Innitzer gegründeten „Hilfsstelle für nichtarische Katholiken“. Dabei stieß ich auf eine prominente Zeitzeugin, die sich tatsächlich zu einem Interview bereit erklärte – die Autorin Ilse Aichinger.

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Fr

20

Dez

2013

Eine unglaubliche Geschichte!

Weihnachtsspektakel "as usual"...
Weihnachtsspektakel "as usual"...

"Im Anfang war das Wort…“Da mit beginnt im Johannesevangelium die wohl unglaublichste Geschichte der Welt, die zugleich eine himmlische Geschichte ist. Unglaublich, weil dem Wort eine schöpferische Kraft zugesprochen wird, die man ihm im heutigen politisch-medialen Einheitsgebrabbel kaum mehr zutraut. Unglaublich auch, weil diese Geschichte, die bei Johannes so philosophisch beginnt, bei Matthäus und Lukas eine unerwartete Erdung erfährt: Gottes Reich kommt nicht in politischen Umbrüchen, nicht im Sturm der Geschichte, sondern im Kleinen, im Antlitz eines Neugeborenen.

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Mi

23

Okt

2013

Auswanderer "mit Nettetal im Herzen"

Ich bekenne es ja nur zu gern: Ich komme vom Niederrhein und liebe diese Gegend weiterhin sehr - auch wenn mich mein Lebensweg inzwischen geografisch weit weg geführt hat. Die Bande in diese schöne Region sind weiterhin eng - durch Freude, Familie, durch Erinnerungen, die mich bewegen und beleben. Zu meinem "Heimat-Patriotismus", in dem wahrlich nichts politisch Trübes mitschwingt, wie es der Begriff suggerieren könnte, gehört auch, dass ich versuche, über meine Heimat auf dem Laufenden zu bleiben. Etwa durch Zeitungen wie die Wochenzeitung "Grenzland Nachrichten" oder das Magazin "Im Graf". In der Rubrik "Auswanderer" durfte ich in der aktuellen Ausgabe ein wenig von mir berichten.

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Mo

02

Sep

2013

Eine unangepasste Sprache

Foto: flickr.com / fotosiggi
Foto: flickr.com / fotosiggi

Englisch gilt heute als lingua franca, als Universalsprache. Wer des Englischen nicht mächtig ist, behilft sich allenfalls mit elektronischen Übersetzungsprogrammen aus dem Internet und wird so „kommunikabel“. Aber wird man deswegen wirklich verstanden? Anders gefragt: Gibt es nicht auch eine lingua franca jenseits aller Sprachen und Dialekte? Eine Sprache, in der Sinngehalte jenseits von Buchstaben und Grammatik übermittelt werden?

 

Sie ahnen, worauf ich hinauswill: die Sprache des Gebets. Sie kann als die universalste Sprache der Menschheit betrachtet werden. Keine Religion, die es nicht kennt, das Gebet. Ob glühender Lobpreis oder verzagte Klage, ob stummer Augenniederschlag oder lauter Schrei – das Gebet weiß das ganze Panorama menschlicher Erfahrungen zu erfassen. Aber was hilft, was nützt beten? Dieser Frage geht miteinander aus verschiedenen Perspektiven nach. Ist es statthaft, so zu fragen? Oder verkürzen wir das Gebet damit unzulässig auf eine bloße Beschwörungsformel?

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So

01

Sep

2013

Danken lernen

Foto: bilderbox.at

Seit Januar 2013 leite ich als Chefredakteur die österreichische Monatszeitschrift "miteinander". Sie versteht sich als zentrales Organ der "Berufungspastoral", also des kirchlichen Bemühens um authentisch und gelebte Nachfolge. Zusammengefasst in unseren drei Schlagworten: "bewegt.berufen.engagiert". Im Folgenden publiziere ich mein Editorial zur September-Nummer "ErnteDank":

 

Mein Großvater ist 93 Jahre alt und für sein Alter erstaunlich fit. Altersgemäße Zipperlein trägt er nicht nur mit Fassung, sondern mit viel Humor. Der Tod ist für ihn, scheint’s, keine Option. Bis vor zwei Jahren hat er seinen großen Gemüsegarten penibel selbst gepflegt. Und er hat für mich in einer selbstgeschriebenen Gartenfibel festgehalten, was es dabei zu beachten gilt. Gute Ernten fallen schließlich nicht vom Himmel. Der Boden will bereitet sein, die Fruchtfolge muss beachtet werden. „Aber selbst nach fast 70 Jahren Gartenarbeit lerne ich noch immer von der Natur.“

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So

04

Aug

2013

Theologie als Theodizee

Foto: Kathbild.at / Rupprecht
Foto: Kathbild.at / Rupprecht

Was treibt jemanden dazu, Theologie zu treiben, leidenschaftlich, mit dem Pathos eines Berufenen? Viele sprechen vom "fascinosum", von der Ergriffenheit von Gott, vielleicht auch von einer spirituellen Not, die sie zur Theologie getrieben hat. Bei Johann Baptist Metz, dem großen deutschen Theologen, der am 5. August seinen 85. Geburtstag feiert, war es stets das Gegenteil, die dunkle Seite Gottes, das "tremendum", dass ihn bewegte und welches ihn zu einem der produktivsten und einflussreichsten Theologen der Nachkriegszeit werden ließ.

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Mo

01

Jul

2013

Zwischen den Welten

Seit Januar 2013 leite ich als Chefredakteur die österreichische Monatszeitschrift "miteinander". Sie versteht sich als zentrales Organ der "Berufungspastoral", also des kirchlichen Bemühens um authentisch und gelebte Nachfolge. Zusammengefasst in unseren drei Schlagworten: "bewegt.berufen.engagiert". Im Folgenden publiziere ich mein Editorial zur Juli/August-Nummer "Glaube geht":

 

Einfach weg. Den Alltag hinter sich lassen. Wer will das nicht hin und wieder? Wer immer nur funktionieren muss, möchte manchmal ausbrechen, hinein ins scheinbar Zweckfreie. Kein Wunder, dass angesichts dieser existenziell-modernen Erfahrung auch die Zahl der Pilger, der spirituellen Glückssucher steigt. Pilgern ist schließlich die säkulare Verheißung des ganz Anderen im Hier und Jetzt. Ein Stück Himmel auf Erden. Selbst religiös unmusikalische Menschen können dem etwas abgewinnen.

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Fr

19

Apr

2013

Endlich... Das "Jahrbuch Politische Theologie" ist fertig

Lange hat's gewährt - ob's schließlich endlich gut wird, sei dahin gestellt bzw. dem Leser überlassen: Nach einer Vorbereitungsphase von schlappen drei Jahren erscheint in diesen Tagen das von mir mit zwei Kollegen gemeinsam herausgegebene "Jahrbuch Politische Theologie". Genauer gesagt: der Band 6/7 - ein Doppelband aufgrund des Umfangs - mit dem Titel "Extra ecclesiam... Zur Institution und Kritik von Kirche". Gegenstand des Bandes, der im Münsteraner LIT-Verlag erscheint (Ankündigung siehe: www.lit-verlag.at/isbn/3-643-50431-9) ist das Kirchenverständnis speziell der von Johann Baptist Metz begründeten "Neuen Politischen Theologie". Meine beiden Mitherausgeber sind die Theologen Peter Zeillinger (Wien) und Michael Hölzl (Manchester).

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Do

28

Feb

2013

"Widerstand leisten heißt Neues schaffen"

Foto: flickr.com / Alain Bachellier
Foto: flickr.com / Alain Bachellier

Er wurde zum Stichwortgeber einer ganzen Generation junger, gebildeter, politisch wacher Menschen, die sich mit dem Bestehenden nicht zufrieden geben wollen: Stephane Hessel, in der Nacht auf Mittwoch verstorbener französischer Diplomat und zuletzt "Starautor" und Hoffnungsträger einer neuen politischen Bewegung. Ob "Occupy Wallstreet" oder die "Indignados"-Bewegungen in Portugal, Griechenland und anderswo: kaum eine Protestbewegung, die nicht seine Streitschrift "Empört Euch!" im Gepäck hat. Denn wo Krise zum zeitdiagnostischen Wort der Stunde wird, wo politische Apathie und Fatalismus Überhand nehmen, da wächst mitunter auch das Sensorium für den Umbruch, die Revolte, wie nicht zuletzt die Aufbrüche in den arabischen Ländern in den vergangenen zwei Jahren gezeigt haben.

 

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Di

26

Feb

2013

Das neue "miteinander" ist da!

Das Canisiuswerk gehört mit seinen inzwischen 95 Jahren zu den traditionsreichsten kirchlichen Einrichtungen in Österreich. Doch Tradition schützt vor Wandel nicht. So hat sich das Canisiuswerk als Zentrum für geistliche Berufe vor über einem Jahr auf einen Leitbildprozess eingelassen, der zu einer Neuausrichtung und Öffnung geführt hat. Im Zuge dieses Neustarts wurde auch ein Relaunch des seit 1922 erscheinenden Zentralorgans, der Zeitschrift "miteinander", beschlossen.

 

Im November 2012 wurde ich zum Chefredakteur bestellt; Bürde und Würde zugleich angesichts so schillernder Vorgänger wie etwa Willi Müller oder zuletzt Franz Schrittwieser. Noch im Herbst 2012 haben wir mit der Redaktion ein neues Konzept und Design erarbeitet. Mein Ziel ist eine journalistische Straffung und klare Strukturierung der Zeitschrift zugunsten seiner Les- und Rezipierbarkeit - auch für andere Medien. Denn es gilt, den eigentlichen "Schatz" des Blattes - seine vielen ehrenamtlichen Schreiber - vielen Lesern bekannt zu machen.

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Di

08

Jan

2013

Ein Anfang ist gemacht - "miteinander"

Seit 1. Januar liegt es vor: das erste, von mir verantwortete "miteinander". Ein bisschen stolz bin ich schon. Denn wenn das Grunddesign auch - noch - das alte ist, so hat sich inhaltich doch einiges getan: Stück für Stück haben wir in Redaktionssitzungen in den vergangenen Monaten ein neues Konzept für die Zeitschrift erarbeitet und nun erstmals umgesetzt. Schwerpunktthemen werden das Heft bestimmen, bestehend aus journalistischen Standards wie Interview, Portrait, Reportage, Kommentar. Das neue Design wird weitaus "luftiger", die Logos "bereinigt" und der Grundduktus der Zeitschrift dadurch ein anderer. Im März wird dieses "miteinander-NEU" erstmals erscheinen. Ich bin gespannt, wie die Reaktionen ausfallen werden...

Hier jedenfalls schonmal die aktuelle Ausgabe zum Download und zum "hineinschnuppern":

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Mi

19

Dez

2012

"Prophetischer Pragmatismus"

flickr.com / James Stewart
flickr.com / James Stewart

Cornel West gehört zu den schillerndsten "öffentlichen Intellektuellen" und Kulturkritiker der USA. Er ist ein charismatischer Redner und Berater bis in höchste politische Kreise hinein, Harvard und Princeton streiten sich um ihn; er produziert mit Jugendlichen Hip-Hop-CDs und spielte zweimal im Blockbuster "Matrix" mit. Mit seiner Mischung aus zivilgesellschaftlichem Aktionismus, philosophisch-theologischer Kompetenz und persönlichem Charisma begeistert und spaltet er gleichermaßen. (Audio-Rezension "Deutschlandfunk")

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Mo

17

Dez

2012

Der Leere standhalten

Ein gerade einmal 20-Jähriger tötet in einer Schule der US-Kleinstadt Newtown 27 Menschen, darunter zahlreiche Kinder. Wie kann das passieren? Wer oder viielmehr "Was" ist der Täter? Ein Motiv muss her - für die Medien zumindest. Denn es scheint nicht auszuhalten, dass es vielleicht keine Antwort auf das "Warum" gibt. Oder eine Antwort, die man nicht gerne hören will.

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So

25

Nov

2012

Musik gegen den Dudelfunk

Foto: wikipedia / mathonius
Foto: wikipedia / mathonius

Vor 30 Jahren entstand das letzte Studioalbum eines Urgesteins der Popgeschichte in seiner altbewährten Formation: das Album "... famous last words" von Supertramp. Danach fiel die Band auseinander, ihre Köpfe - Roger Hodgson und Rick Davis - gingen fortan eigene musikalische Wege. Doch auch vierzig Jahre nach ihrer Gründung und zehn Jahre nach ihrem bislang letzten Album zieht die unzeitgemäße britische Band noch in ihren Bann – Eine Retrospektive

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Mi

21

Nov

2012

Demut & Provokation: Zum neuen Jesus-Buch des Papstes

"Es ist vollbracht": Gern mag man sich einen solchen Seufzer von Papst Benedikt XVI. nach dem Abschluss der Arbeiten am dritten und letzten Band seiner Jesus-Trilogie vorstellen. Denn wenn nun dieser letzte Band zur Kindheit Jesu im Handel ist, liegt ein wahrer Kraftakt hinter dem Papst, der seine letzten Jahre so gerne "nur" der Wissenschaft gewidmet hätte. Fünf Jahre sind vergangen seit der Präsentation des ersten Jesus-Buches; fünf Jahre nicht nur voller wissenschaftlicher Lektüre, sondern voller Reisen, Audienzen, Predigten, kurz: Es erstaunt, dass der eng gesteckte Terminplan auch noch Platz für wissenschaftliches Arbeiten und durchaus "angriffige" theologische Theoriebildung lässt.

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Sa

10

Nov

2012

Neue Herausforderungen

Es geht munter weiter... Überraschend haben sich beruflich Türen zu neuen Tätigkeiten und damit Herausforderungen geöffnet: so habe ich in der Katholischen Presseagentur "Kathpress" - meinem Hauptdienstgeber - nach dem Ausscheiden unseres Geschäftsführers die Agenden Leitung Projektentwicklung und IT übernommen. Außerdem bin ich seit November - mit "kardinalem" Brief und Siegel - Chefredakteur der Zeitschrift "miteinander" des Canisiuswerkes.

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Di

09

Okt

2012

"Die Kirche ist in der Welt von heute"

50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist seine Intention umstrittener denn je. Zwischen Konservativen und Reformern herrscht heute ein Kampf um die Interpretationshoheit. Im Gespräch mit dem Tübinger Dogmatiker Bernd-Jochen Hilberath geht es um die konservativen Piusbrüder, die Deutungsmöglichkeiten des Konzils und die Verbindlichkeit des Konzils: Ein "Deutschlandfunk"-Gespräch mit dem Tübinger Theologen Bernd-Jochen Hilberath, gesendet am 8. Oktober 2012. Hier zum Download.

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Sa

22

Sep

2012

"Blasphemie!" - Relecture eines inkriminierten Begriffs

Foto: Charles Maynes
Foto: Charles Maynes

In Moskau werden Musikerinnen wegen eines Skandalauftritts in der Kirche zu Lagerhaft verurteilt, in Italien wird gegen Ulrich Seidls neuen Film der Blaspemie-Vorwurf erhoben – Stehen wir an der Schwelle eines neuen Kulturkampfes zwischen Religion und Kunst? Nein, der Vorwurf demonstriert eher die enorme Unsicherheit im Medien- und Kulturbetrieb, mit dem Numinosen umzugehen...

 

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Do

13

Sep

2012

Fremdkörper und/oder Wurzel?

In Berlin referierte Kardinal Schönborn über das Christentum in Europa unter dem Titel "Fremdkörper oder Wurzel?" und zeigte dabei den anhaltenden Prozess der Marginalisierung des Christentums anhand konkreter politischer und sozialer Fragen auf (Lebensschutz etc.). In dieser Situation ortete er jedoch unter Verweis auf Jürgen Habermas und - zuletzt - Martin Walser eine bleibende "Sehnsucht" nach einem "authentischen, gelebten Christentum". Vom Fremdkörper zur Wurzel, könnte man also sagen. (Wortlaut der Rede)

 

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Fr

31

Aug

2012

Eintritt frei!

Bleiben oder Gehen? Diese Frage haben sich in den vergangenen zwei Jahren wohl Hunderttausende Katholiken angesichts des Missbrauchsskandals in der Kirche gestellt. Mehr als 180.000 entschieden sich allein 2010, dem Jahr, in dem die Krise ausbrach, fürs Gehen. Im vergangenen Jahr belief sich die Zahl der Austritte in Deutschland mit rund 130.000 noch immer auf Höchstniveau. Blutet die Kirche langsam aus? ...

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Mi

29

Aug

2012

Nach dem Tod Gottes

Religionssoziologen wie Hans Joas werden nach dem Ende der klassischen Säkularisierungstheorie zu gefragten Stichwortgebern für die Zukunft des Christentums in Europa. Sein Plädoyer: Kirchlichen Dünkel ablegen, Glaube als „Option“ begreifen und religiösen Pluralismus akzeptieren...

Außerdem dazu passend: Ein Gespräch mit dem Religionssoziologen Jose Casanova, gesendet am 29. August 2012 im Deutschlandfunk, hier zum Nachhören...

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Fr

27

Jul

2012

Das Unbehagen an der Beschneidungs-Debatte

Foto: Wiki / Cheskel Dovid
Foto: Wiki / Cheskel Dovid

Seit rund einem Monat wird nun bereits intensiv über die Zulässigkeit der Beschneidung von Jungen im Judentum und Islam diskutiert. In Deutschland, aber auch in Österreich. Die Argumente sind weitgehend ausgetauscht, der Deutsche Bundestag wird im Herbst einen Gesetzesentwurf vorlegen, der die Straffreiheit sicherstellen soll, und in Österreich können sich Religionsvertreter auf die Zusage der Politik berufen, nicht an der bestehenden Straffreiheit rütteln zu wollen. Alles in Butter also? Nicht ganz, es bleibt ein schaler Beigeschmack, ein Unbehagen - nicht im Blick auf die rechtliche Debatte, sondern im Blick auf das Traditionsverständnis...

 

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Di

17

Jul

2012

Unterwegs im serbischen Klösterreich

Serbien ist nicht nur wichtigster österreichischer Handelspartner am Balkan und hoffnungsvoller EU-Beitrittskandidat, sondern auch Hort einer tief verwurzelten orthodoxen Religiosität. Unter gesellschaftlichen Modernisierungsdruck blühen zugleich Religion und Tradition als Orte der Wertbeständigkeit, Klöster und theologische Fakultäten freuen sich über zahlreichen Nachwuchs - Eine Reise durch die Vojvodina, das serbische „Klösterreich“.

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